Rittal Cooling

Kühler Kopf für heiße Rechner

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Rittal Global

Namenserklärungen

Hier finden Sie Erläuterungen zu IT-spezifischen Begriffen.

1HE Server:
Moderne Hochleistungsserver werden immer flacher und tiefer. Typische Abmessungen sind 1HE (kleinste übliche Teilung in der Höhe entspricht ca. 44.54 mm) bis zu 800mm in der Tiefe und 19" in der Breite. Diese Systeme enthalten häufig Core Prozessoren, mehrere GB RAM und Festplatten - alles Indizien für das Vorhandensein höchster Verlustleistungen. Diese Geräte benötigen bis zu 100m³/h Kühlluft bei max. 32°C .

19''-Ebene:
Die Frontseiten der in einen Serverschrank eingebauten Geräte bilden die 19''-Ebene.

ASHRAE:
ASHRAE (=American society of Heating, Refrigerating and Air-Conditioning Engineers) ist eine amerikanische Organisation, die allgemeine Standards für die Klimatisierung, sowie spezielle Standards für die Klimatisierung von Rechenzentren festlegt.

Bladeserver:
Stellt man CPU Systeme senkrecht und lässt bis zu 14 Stück auf eine gemeinsame Backplane zur Signalführung und Stromversorgung zugreifen, erhält man ein sog. Bladeserver. Diese Geräte können bis zu 4.5kW Verlustleistung pro 7HE und 700mm Tiefe "generieren".

Blindplatten:
Blindplatten sind einfache Bleche und müssen in den Serverschränken in den freien HE der 19''-Ebene verschraubt werden, um zu vermeiden, dass die kalte Luft hier ungehindert durchströmen kann ohne einen Kühlungseffekt zu haben.

Doppelboden:
Als Doppelboden bezeichnet man einen aufgeständerten Boden auf dem die Serverschränke stehen und so ein Hohlraum zum eigentlichen Boden des Raumes entsteht. Dieser Hohlraum dient bei der raumbezogenen Klimatisierung zur zielgerichteten Luftführung der kalten Luft zum Kaltgang. Ein Doppelboden dient aber auch zur Verlegung von Kommunikations-, Strom- und Wasserleitungen.

Freie Kühlung:
Bei der freien Kühlung wird das Kühlwasser statt an einem Rückkühler an der Außenluft über einen Luft/Wasser Wärmetauscher gekühlt. Dies ist jedoch nur bei ausreichend kühlen Außentemperaturen möglich (Wintermonaten). Die freie Kühlung ist eine effiziente Möglichkeit zur Energieeinsparung.

"Front-to-Back"-Kühlprinzip:
Die in Serverschränke eingebauten Geräte werden in der Regel nach dem "Front-to-Back"-Kühlprinzip" gekühlt.
Bei diesem Kühlprinzip wird die Kaltluft von einer externen Klimatisierung vor der Vorderseite des Serverschranks eingeblasen und mit Hilfe der Lüfter der (im Serverschrank) verbauten Geräte horizontal durch den Serverschrank geleitet. Dabei erwärmt sich die Luft und wird an der Rückseite des Schranks wieder ausgeblasen.

Hot- Spot:
Als Hot-Spot bezeichnet man i.A. die "Anhäufung" von Wärmeenergie auf engstem Raum. Hot-Spots führen in der Regel zu lokalen Überhitzungen und können somit Systemausfälle verursachen.

Klimaspange:
Eine Klimaspange dient zur Abtrennung der Klimakomponenten (Raumumluftklimageräte) vom Bereich der Serverschränke durch eine Gitterwand. Sie dient dazu den sensiblen Bereich der Serverschränke bei Wartungsarbeiten an den Klimageräten vor Zugriffen zu schützen.

Kondensat:
Kondensat ist Wasser, dass aus der Luft entsteht, wenn die Lufttemperatur den Taupunkt unterschreitet. Kondensat entsteht meist an kalten Flächen, wie z.B. Fenstern, Trinkgefäßen oder Oberflächen von Luft/Wasser Wärmetauschern.

Kühlwasser:
Das Kühlwasser besteht aus Leitungswasser oder einem Gemisch aus Wasser und Frostschutzmitteln mit Korrosionsinhibitoren. Spezifikationen über die Eigenschaften des Kühlwassers sind den jeweiligen Kühlgeräten beigelegt oder sind über die Rimatrix5-Homepage verfügbar.

Load Bank:
Ein Load Bank ist im wesentlichen eine Heizung. Sie wird in die 19''-Ebene eingebaut und simuliert die Verlustleistung, die durch die später eingebauten Geräte hervorgerufen wird, umso die Kühlleistung zu testen.

Luft/Wasser Wärmetauscher:
Luft/Wasser Wärmetauscher funktionieren im Prinzip wie ein Autokühler. Eine Flüssigkeit durchströmt einen Wärmetauscher, über dessen möglichst große Oberfläche wird Luft zum Energieaustausch geblasen. Je nachdem, ob kaltes oder warmes Wasser verwendet wird, kann man mit einem LW/WT heizen oder kühlen.

Raumbezogene Klimatisierung:
Bei der raumbezogenen Klimatisierung wird der gesamte Raum in dem sich das Rechenzentrum befindet klimatisiert. Hier werden üblicherweise die Gänge zwischen den Serverschrankreihen in Warm- und Kaltgänge eingeteilt. In den Doppelboden wird kalte Luft durch ein Raumumluftklimagerät eingeblasen, welche im Kaltgang durch den perforierten Boden wieder ausströmt und so auf die Frontseite der Serverschranke gelangt. Dabei geht die kalte Luft durch den vorne und hinten perforierten Serverschrank und tritt als warme Luft in den Warmgang aus. Die warme Luft steigt unter die Decke auf und wird hier vom Raumumluftklimagerät wieder abgesaugt.

Raumumluftklimagerät:
Raumumluftklimageräte dienen zur Kühlung der Luft für die raumbezogene Klimatisierung. Sie saugen die warme Luft unterhalb der Decke des Raumes ab, filtern die Luft und kühlen diese über einen Wärmetauscher ab und blasen sie in den Doppelboden ein.

Redundanz:
Als Redundanz versteht man das mehrfache Vorhandensein gleicher Geräte, damit bei einem Ausfall eines Gerätes ein Ersatzgerät deren Funktion übernimmt.

Rückkühler:
Ein Rückkühler ist in erster Näherung einem Kühlschrank durchaus vergleichbar -mit Hilfe eines aktiven Kältekreislaufes wird im Gegensatz zum Haushaltskühlschrank kaltes Wasser erzeugt. Die dabei dem Wasser entnommene Wärmeenergie wird über Lüfter nach außen abgegeben. Deshalb ist es in aller Regel sinnvoll, Rückkühler draußen aufzustellen. Rückkühler und Luft/Wasser Wärmetauscher bilden eine übliche Kühlkombination.

Rohrnetz:
Ein Rohrnetz (auch Verrohrung) dient dem Transport des Kühlwassers vom Erzeuger (Rückkühler) zum Verbraucher (Klimageräte im Rechenzentrum). Es wird nach hydraulischen Merkmalen konstruiert. Rohrleitungen im Rohrnetz können aus verschiedenen Materialien bestehen, wie z.B. Stahl, Kupfer oder Kunststoff. Außerdem werden Rohrleitungen im Kühlungsbereich isoliert, hier werden Materialien wie Schaumstoffe oder Glaswolle angeboten.

Rücklauf:
Als Rücklauf bezeichnet man in der Klimatechnik die wasserrückführende Leitung eines Klimagerätes.

Serverschrankbezogene Klimatisierung:
Bei der Serverschrankbezogenen Klimatisierung bildet der Serverschrank und die Kühleinheit ein geschlossenes System, die keinen Wärme- oder Luftaustausch mit dem Raum hat.

Switch:
Mehrere Server kommunizieren untereinander und im Netzwerk typischerweise über sog. Switche. Diese Geräte haben häufig aufgrund der Tatsache, dass die Vorderseite mit möglichst vielen Eingängen belegt ist, eine seitliche Luftführung entgegen der sonst üblichen "Front-to-Back" Kühlung.

Taupunkt:
Beim Taupunkt handelt es sich um den Punkt an dem die Lufttemperatur soweit abgekühlt ist, das sie gelöstes Wasser in flüssiger Form abgibt (Kondensat). Der Taupunkt ist kein fester Temperaturpunkt, sondern wird durch technische Einflüsse bestimmt (Oberflächentemperaturen). Bei geschlossenen Luftsystemen wird der Taupunkt einmalig erreicht, danach kann kein Kondensat mehr entstehen, da die technischen Einflüsse sich nicht mehr ändern.

Tichelmann-Prinzip:
Das Tichelmann-Prinzip ist eine besondere Art der Rohrverlegung. Hierbei besitzt jedes angeschlossene Klimagerät in der Summe des Vorlaufs und Rücklaufs die gleiche Länge. Dadurch wird gewährleistet das jedem Gerät die gleiche Menge Kühlwasser zur Verfügung steht.

Verlustleistung:
Als Verlustleistung bezeichnet man die Wärmeabgabe, die durch die eingebauten Geräte im Serverschrank hervorgerufen wird, und über die kalte Luft abgeführt werden muss.

Vorlauf:
Als Vorlauf bezeichnet man in der Klimatechnik die wasserzuführende Leitung eines Klimagerätes.

Warm- und Kaltgang:
Eine Einteilung in Warm- und Kaltgänge dient der Optimierung der raumbezogenen Klimatisierung. Dem Kaltgang sind immer die Vorderseiten der Serverschränke zugerichtet und dem Warmgang immer die Rückseite. Der Kaltgang verfügt über einen perforierten Boden aus dem kalte Luft austritt, meist sind dies perforierte Bodenplatten.

Wasser/Wasser Wärmetauscher:
Wasser/Wasser Wärmetauscher dienen zur Trennung von Kühlwasserkreisläufen in einen Primärkühlwasserkreislauf und einen Sekundärkühlwasserkreislauf. Der Primärkühlwasserkreislauf ist der Kühlwasserkreislauf der mit dem Rückkühler verbunden ist und der Sekundärkühlwasserkreislauf ist mit den Klimageräten im Rechenzentrum verbunden. Sinn dieser Trennung der beiden Kreisläufe ist die leichtere Einstellung der Wasserqualität im Sekundärkühlwasserkreislauf, da die Klimageräte im Rechenzentrum empfindlich gegenüber Verschmutzungen im Kühlwasser reagieren. Weitere Möglichkeiten bietet ein Wasser/Wasser Wärmetauscher in der Regelung, wenn ein Kühlwasserkreislauf vorhanden ist, der wesentlich niedrigere Temperaturen besitzt, die aber nicht benötigt werden bzw. verwendbar sind (z.B. < 6°C).

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